Krebs

Krebs ist eine vorrangige Krankheit für das LIH, und die Forschungsanstrengungen erstrecken sich auf alle ihre Facetten, wobei die Präzisionsonkologie im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht. 

Zu unseren Forschungsschwerpunkten gehören Immunonkologie, Neuroonkologie, Tumormikroumgebung, Tumorstoffwechsel und Tumorgenetik. Für ausgewählte Krebsarten, darunter Hirntumoren und hämatologische Malignome, steht spezielles Fachwissen zur Verfügung. Darüber hinaus beherbergt das LIH das Nationale Krebsregister Luxemburgs (Registre National du Cancer, RNC), eine zentrale Komponente der nationalen Krebsbekämpfungsstrategie. Das RNC ist ein bevölkerungsbezogenes Krebsregister und sammelt Informationen aus verschiedenen Quellen über alle neuen Krebserkrankungen, die in Luxemburg diagnostiziert oder behandelt werden, zu Zwecken der öffentlichen Gesundheit und der Forschung.

Das LIH führt auch Forschungsarbeiten zur Krebsprävention und -behandlung durch, u. a. zur Identifizierung von Risikofaktoren und zum Fachwissen über Gesundheitsdaten sowie zu digitalen Biomarkern. Dabei werden von den Patienten angegebene Ergebnismessungen (Patient-Reported Outcome Measures, PROMs) und von den Patienten angegebene Erfahrungswerte (Patient-Reported Experience Measures, PREMS) verwendet, um die Ergebnisse für Krebspatienten zu verbessern

Das LIH erforscht Mechanismen, die für die Krebsentstehung, das Fortschreiten und die Resistenz gegen eine Behandlung von grundlegender Bedeutung sind. Dazu gehören der wechselseitige Austausch zwischen Tumor- und nicht-neoplastischen Zellen, Krebsgenetik und Epigenetik, Therapieresistenz, Krebsstoffwechsel und Prozesse der Invasion und Metastasierung.

Ziel ist es, die Biologie der Krankheit zu verstehen, um neue Konzepte voranzutreiben, die von der Vorhersage des Ansprechens auf die Therapie über die Identifizierung neuartiger Angriffspunkte für die Behandlung bis hin zur Entwicklung innovativer Behandlungsansätze reichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Verbesserung von Immuntherapien.

Daneben hat das LIH ein starkes Fachwissen über ausgewählte Krebsarten aufgebaut, darunter Hirntumoren und bösartige Bluterkrankungen.

Bei Hirntumoren konzentriert sich LIH auf bösartige Gliome, einschließlich Glioblastom (GBM), und Hirnmetastasen, wobei es sich auf eine eigene Sammlung von mehr als 500 Querschnittstumorproben von Patienten stützt (PRECISION_PDX-Kohorte). Eine umfangreiche Kohorte von Ex-vivo- und In-vivo-Patienten-Avataren wurde erstellt und öffentlich zugänglich gemacht. Durch den PEARL-Lehrstuhl für Neuropathologie, der zur Gründung des Luxemburger Zentrums für Neuropathologie (LCNP) führte, verfügt das LIH auch über eine starke Expertise in der Neuropathologie.

Im Bereich der hämatologischen Malignome konzentriert sich die Forschungstätigkeit des LIH auf die chronische lymphatische Leukämie und die Interaktion von Tumorzellen mit ihrer Mikroumgebung.

Mit dem Projekt Personalised Functional Profiling (PFP), das sich an Patienten mit GBM und Magen-Darm-Krebs richtet, wollen wir personalisierte Behandlungsoptionen auf der Grundlage von Parametern für das Ansprechen auf Medikamente bereitstellen, die im Vorfeld am Tumor des jeweiligen Patienten bestimmt wurden.

Um die klinische Wirkung der translationalen Forschung der LIH zu maximieren, hat die LIH in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Krebsplan (PNC) den Weg für ein Nationales Zentrum für translationale Krebsforschung geebnet, mit dem Ziel, die Präzisionsonkologie, die Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Immuntherapien in Luxemburg zu fördern.

Forschungsgruppen am LIH 

Mehrere Forschungsgruppen am LIH arbeiten derzeit in diesem in hohem Maße interdisziplinären Prioritätsbereich, der ein breites Spektrum im eigenen Haus angesiedelter Methoden und Fähigkeiten umfasst – von „Omik“-Ansätzen in der Epidemiologie über Expositionsmessungen bis zu Kompetenzen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens –, sodass dieses Krankheitsbild wirklich ganzheitlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht werden kann. 

Entdecken Sie die verschiedenen Forschungsgruppen. 

Projekte und klinische Versuche

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