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Neuer Förderpreis stärkt die translationale Forschung des LIH

AFR-Industriestipendium an LIH-Studentin vergeben

21 Februar 2022 3minuten

Die künftige LIH-Doktorandin Hélène de Franco erhielt kürzlich das begehrte FNR-Industriestipendium. Das Stipendium wird ihr die Möglichkeit geben, in der Gruppe Eco-immunology and Microbiome am Luxembourg Institute of Health die individuelle Wirkung von Ballaststoffen auf die Darmmikrobiota zu erforschen und diese Informationen dann in Zusammenarbeit mit NIUM, einer Spin-off-Einrichtung des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (Universität Luxemburg), für die Entwicklung einer App zur personalisierten Ernährung zu nutzen.


Das von der FNR finanzierte Programm für Industriestipendien zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen luxemburgischen Unternehmen, die in der Forschung und Entwicklung tätig sind, und öffentlichen Forschungseinrichtungen wie dem Luxembourg Institute of Health zu fördern. Im Rahmen dieses prestigeträchtigen Programms werden Doktoranden- und Postdoc-Stipendien an Wissenschaftler vergeben, die bereit sind, ihre Forschung in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in Luxemburg oder im Ausland durchzuführen. Es ermöglicht jungen Forschern, mit einer Fülle von industriellen und akademischen Kompetenzen in das Feld einzusteigen. Gleichzeitig unterstützt das Programm die Zusammenarbeit zwischen der pharmazeutischen oder biotechnologischen Industrie und führenden Forschungsinstituten und fördert so die Umsetzung von Partnerschaften, die den Fortschritt der Wissenschaft vorantreiben.

Hélène De Franco, die vor kurzem ihren Master in Ernährungswissenschaften an der Universität Bordeaux und ihr Masterprojekt unter der Leitung von Prof. Mahesh Desai abgeschlossen hat, ist die jüngste Preisträgerin des AFR-Industriestipendiums, eine Premiere für das LIH. Das Stipendium in Höhe von rund 200 000 EUR wird zur Finanzierung ihrer Doktorarbeit im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Department of Infection and Immunity des LIH und NIUM, einem von Dr. Alberto Noronha gegründeten Start-up-Unternehmen der Universität Luxemburg, verwendet.

Im Rahmen des Projekts werden gleichzeitig zwei Forschungsbereiche untersucht. Im ersten, der von Prof. Desai geleitet wird und innerhalb der Forschungsgruppe Eco-immunology and Microbiome stattfindet, werden die Auswirkungen des Verzehrs von Ballaststoffen auf bestimmte Darmbakterien und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper untersucht. Dieser Teil des Projekts ist Teil der Ernährungsinterventionsstudie mit dem Namen Luxembourgish Fiber Cohort (LuxFico). Die aus dieser Kohorte gewonnenen Daten sollen mikrobiombasierte Frühwarn-Biomarker für Krankheiten aufdecken. Es ist bekannt, dass sich Darmbakterien von Ballaststoffen aus unserer Nahrung ernähren, und man geht davon aus, dass der heutige Ballaststoffmangel in unserer Ernährung die Hauptursache für Krankheiten des Verdauungstrakts wie Darmkrebs, Diabetes und entzündliche Darmerkrankungen ist. Hélènes Forschung wird die Einzigartigkeit der Darmmikrobiota eines jeden Menschen nutzen, um die individuellen Reaktionen auf Lebensmittel besser zu verstehen. Ihre Forschung wird Teil des PERFORM-Projekts sein, bei dem computergestützte Modelle erstellt werden, um die Veränderungen bei einzelnen Personen zu beobachten, die nacheinander mit ballaststoffreichen und ballaststoffarmen Nahrungsmitteln gefüttert werden. In Zusammenarbeit mit dem NIUM werden Hélènes Erkenntnisse dann zur Entwicklung einer Plattform genutzt, die personalisierte Ernährungsempfehlungen auf der Grundlage des individuellen Stoffwechsels liefert.

Wir sind dem FNR sehr dankbar für diesen Förderpreis. Dieses translationale Projekt wird zur Entwicklung eines innovativen Ansatzes für personalisierte Ernährung beitragen, indem es zunächst darauf abzielt, unser Verständnis der Auswirkungen der Darmmikrobiota auf die Gesundheit zu erweitern, aber auch durch die Entwicklung einer kommerziellen Applikation, die diese neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Nutzen der Gesellschaft einsetzt,

schlussfolgerte Prof. Desai.

Wissenschaftlicher Kontakt

  • Mahesh
    Desai
    Group Leader, Eco-Immunology and Microbiome

    Contact

Assoc. Prof. Dr. Mahesh S. Desai
Hélène De Franco
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