CANBIO – Ausbildungsprogramm für Doktoranden 

Ausbildung in Krebsbiologie: Schwerpunkt Escape-Mechanismen von Tumoren 

Hintergrund

Krebs ist in vielen Fällen immer noch eine unheilbare Krankheit und betrifft eine wachsende Zahl von Patienten in allen Gesellschaften. Eine exzellente Ausbildung junger Wissenschaftler ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass bessere Krebstherapien und Versorgungsmöglichkeiten für die Patienten entwickelt werden. 

Tumoren können, um ihr Überleben und Wachstum zu sichern, intrinsische und extrinsische Escape-Mechanismen entwickeln. Intrinsische Escape-Mechanismen beruhen auf in den Krebszellen selbst liegenden Eigenschaften, sich eigenständig weiterzuentwickeln und die Verteidigungsmechanismen zu umgehen, während es sich bei induzierten Escape-Mechanismen um Fluchtstrategien handelt, die als Reaktion auf eine Therapie entwickelt werden. 

Das CANBIO-Promotionsprogramm wird sich mit den großen Herausforderungen der Tumor-Escape-Mechanismen befassen, mit dem Ziel, wirksamere Strategien zur Krebsbekämpfung zu entwickeln. 

Zielsetzungen 

CANBIO ist ein Forschungs- und Ausbildungsprogramm für Doktoranden, das sich mit dem immer wichtiger werdenden klinischen Problem des Fortschreitens (Progress) und Wiederkehrens (Rezidiv) von Tumoren befasst. In CANBIO aufgenommene Doktoranden werden in kooperativ und interdisziplinär konzipierten Projekten daran arbeiten, neue Einblicke in die Escape-Mechanismen von Tumoren, die Überwachung von Erkrankungen und groß angelegte Datenanalysen bei besonders aggressiven Krebsarten zu gewinnen. 

Das Forschungsprogramm wird sich mit verschiedenen Aspekten der genetischen Heterogenität von Tumoren befassen, mit der Frage, wie Tumorzellen das Immunsystem zu ihrem eigenen Vorteil missbrauchen, und wie therapieinduzierte Veränderungen in der Mikroumgebung von Tumoren Tumorzellen beeinflussen und eine metabolische Resistenz auslösen. 

Ziel von CANBIO ist es, unter Einsatz modernster Technik die nächste Generation von Wissenschaftlern in der Krebsbiologie auszubilden. Das Programm wird Themen wie die molekularen Mechanismen der Tumorprogression, Behandlungsresistenz, die Entdeckung von Biomarkern, therapeutische Anwendungen in präklinischen Krankheitsmodellen sowie den Aufbau computergestützter Krankheitsmodelle zur Unterstützung einer innovativen translationalen Forschung behandeln. 

Doktorandenausbildung und Forschungsumgebung 

Am CANBIO-Programm sind 8 in Luxemburg ansässige Forschungsteams beteiligt, in denen insgesamt 13 Principal Investigators und 3 Junior Investigators mitarbeiten. 

Die maximal 18 Doktoranden werden ihre Forschungsprojekte entweder im Department of Cancer Research des Luxembourg Institute of Health (Luxembourg), im Department of Life Sciences and Medicine der Universität Luxemburg (Campus Belval, Esch-sur-Alzette) oder im Laboratoire national de santé (Dudelange) durchführen. An mehreren Projekten sind externe Kooperationen und/oder private Unternehmen beteiligt, die Einblicke in nicht-akademische Forschungsumgebungen bieten. 

Je nachdem, wo das Projekt angesiedelt ist und wer die Promotion betreut, sind die Doktoranden in einer Graduiertenschule der Universität Luxemburg, der Universität Bergen (Norwegen) oder der Universität Paris-Saclay (Frankreich) eingeschrieben. 

Förderung

CANBIO wird über einen Zeitraum von 6,5 Jahren (Oktober 2016 – April 2023) vom luxemburgischen Forschungsfonds (Fonds National de la Recherche, FNR) über das Wettbewerbsprogramm PRIDE gefördert und erhält zusätzliche interne Mittel vom luxemburgischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung (MESR). Einzelne Promotionsprojekte sind auf maximal 4 Jahre angelegt. 

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