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Clinnova-Jahresbericht 2025 zeigt Entwicklung hin zu einer europäischen Infrastruktur für Präzisionsgesundheit

01 September 2026 3minuten

Das Clinnova Consortium hat seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht, der die wichtigsten Fortschritte des vergangenen Jahres beim Aufbau einer grenzüberschreitenden Infrastruktur für Präzisionsgesundheit dokumentiert. Mit mehr als 25 Partnerinstitutionen in Luxemburg, der Schweiz, Deutschland und Frankreich entwickelt Clinnova die Standards und Kapazitäten, die erforderlich sind, um Gesundheitsdaten interoperabler und für die Forschung besser nutzbar zu machen. Für das Luxembourg Institute of Health (LIH) war das vergangene Jahr ein wichtiger Schritt, um diese europäische Vision in eine nachhaltige nationale Forschungsinfrastruktur zu überführen.


Von einer europäischen Initiative zu einem operativen Forschungsökosystem

Clinnova konzentriert sich auf drei Bereiche immunvermittelter Erkrankungen: entzündliche Darmerkrankungen (IBD), Multiple Sklerose (MS) und rheumatische Erkrankungen. Bis Ende 2025 hatte das Konsortium mehr als 185 Teilnehmende rekrutiert und über 10.000 Biospezimen gesammelt.

Im Mittelpunkt des Programms steht eine föderierte Dateninfrastruktur. Sie ermöglicht es, klinische Daten in der Institution zu belassen, in der sie erhoben wurden, und gleichzeitig externen Forschenden die Abfrage und Analyse von Informationen über die verschiedenen Standorte hinweg zu ermöglichen. Dies unterstützt die grenzüberschreitende Forschung und gewährleistet gleichzeitig, dass die Kontrolle über sensible Patientendaten erhalten bleibt.

Der Bericht zeigt, wie diese Infrastruktur von einer Idee in die praktische Umsetzung überführt wurde, unterstützt durch gemeinsame Datenstandards, abgestimmte Verfahren und die Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Klinikerinnen und Klinikern, Datenspezialistinnen und -spezialisten sowie Patientenpartnern.

Das LIH schafft die Grundlage in Luxemburg

Das LIH hat eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der luxemburgischen Infrastruktur von Clinnova gespielt. Die Arbeit der Forschenden und Expertinnen und Experten des LIH hat dazu beigetragen, die IT-Infrastruktur und Standardarbeitsanweisungen einzurichten, die für eine harmonisierte Datenerhebung im gesamten Konsortium erforderlich sind.

Ein wichtiger Erfolg war die Einrichtung eines Prototype Data Integration Centre, das vom LIH in Zusammenarbeit mit den Hôpitaux Robert Schumann (HRS) entwickelt wurde. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie klinische Daten und Forschungsdaten in einer realen Krankenhausumgebung sicher miteinander verknüpft werden können, während sensible Informationen einer angemessenen lokalen Governance unterliegen.

Nach Abschluss der ersten Phase von Clinnova werden seine Infrastruktur und operativen Prozesse nun in die neue Luxembourg Research Clinic (Fuerschungsklinik Lëtzebuerg) integriert. Das Konzept zur Datenintegration und die Toolbox für klinische Studien werden zudem zur Entwicklung eines sicheren und interoperablen Datennetzwerks beitragen, das Krankenhäuser in ganz Luxemburg miteinander verbindet.

Clinnova hat uns ermöglicht, neue Wege zu testen und umzusetzen, um klinische Daten, Biospezimen und Forschungsexpertise sicher über Institutionen und Grenzen hinweg miteinander zu verbinden. Auf dieser Erfahrung werden wir nun innerhalb der Luxembourg Research Clinic aufbauen, um ein breiteres Spektrum lokaler klinischer Studien zu unterstützen und gleichzeitig unsere Verbindungen zu europäischen Forschungsnetzwerken weiter zu stärken,

sagte Dr. Jasmin Schulz, Koordinatorin von Clinnova am LIH.

Lesen Sie den Jahresbericht 2025 des Clinnova European Consortium und laden Sie ihn herunter!

Finanzierung und Kooperationen

Clinnova wird durch das Programm National Centre of Excellence in Research (NCER) unterstützt, eine Initiative des Luxembourg National Research Fund (FNR).

Scientific Contact

  • Jasmin
    Schulz
    Clinnova Coordinator

    Luxembourg Institute of Health

    Contact

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