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Luxemburg stärkt seine Position als Zentrum für Präzisionsmedizin in der Parkinson-Forschung

Nach zwei erfolgreichen, vom Luxembourg National Research Fund (FNR) finanzierten Phasen des National Centre for Excellence in Research on Parkinson’s disease (NCER-PD), unterzeichneten seine Partner am 12. Mai in der neuen Luxembourg Research Clinic den Vertrag zur Nachhaltigkeitsphase. Damit ist NCER-PD das erste Programm eines National Centre of Excellence in Research in Luxemburg, das eine langfristige Nachhaltigkeit erreicht hat.
Die Initiative vereint wichtige nationale Partner, darunter das Luxembourg Institute of Health (LIH), die University of Luxembourg (UL), das Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) und das Laboratoire National de Santé (LNS), und steht beispielhaft für einen integrierten und kooperativen Ansatz in Forschung und Versorgung. Das Programm arbeitet zudem eng mit den Hôpitaux Robert Schuman (HRS) und dem Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) zusammen, insbesondere im Bereich der medizinischen Bildgebung und bei der Rekrutierung von Teilnehmern.
Das Erreichen langfristiger Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Meilenstein für NCER-PD und für die translationale Forschung in Luxemburg. Durch die Verbindung von Forschung und Versorgung haben wir eine starke Grundlage für Präzisionsmedizin und Prävention geschaffen
sagte Prof. Dr. Rejko Krüger, Koordinator von NCER-PD.
In den vergangenen zehn Jahren hat NCER-PD Luxemburg als wichtigen Akteur in der weltweiten Parkinson-Forschung etabliert. Das Programm hat die Präzisionsmedizin und Prävention vorangebracht, indem es eine umfassende klinische Beurteilung mit molekularen Markern kombiniert und eine große Zahl an Teilnehmern kontinuierlich beobachtet. Diese einzigartigen Ressourcen haben zu internationalen Forschungsinitiativen beigetragen und die Sichtbarkeit Luxemburgs in der globalen Parkinson-Community gestärkt. Dies zeigt sich auch daran, dass NCER-PD im Jahr 2022 in die renommierte Parkinson’s Precision Medicine Initiative (PPMI) Studie aufgenommen wurde, die von der Michael J. Fox Foundation geleitet wird.
Durch die Förderung enger Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und klinischen Partnern hat NCER-PD zudem bedeutende Fortschritte in der translationalen Forschung erzielt, darunter die Identifizierung genetischer Profile zur Definition von Untergruppen der Parkinson-Erkrankung, die Entdeckung neuer Biomarker und die Entwicklung personalisierter Krankheitsmodelle. Darüber hinaus ermöglichte das Programm Menschen mit Parkinson den Zugang zu innovativen Therapien durch die Teilnahme an internationalen klinischen Studien wie PADOVA und PRECODE, unterstützt durch eine spezialisierte Infrastruktur für klinische Forschung.
Neben seiner wissenschaftlichen Wirkung hat NCER-PD auch spezialisierte Fachkräfte im Bereich Parkinson rekrutiert und ausgebildet, darunter Neurologen und spezialisierte Pflegekräfte, und damit zur medizinischen Ausbildung sowie zu den Kapazitäten der klinischen Forschung in Luxemburg beigetragen. Darüber hinaus unterstützte das Programm die Gründung von ParkinsonNet Luxembourg, dem ersten integrierten Versorgungsnetzwerk, das die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson verbessert, indem es ihnen Zugang zu spezialisierten Gesundheitsfachkräften bietet.
„Innerhalb der neuen Luxembourg Research Clinic dienen Programme wie NCER-PD als Vorbild dafür, wie integrierte und patientenzentrierte Forschung im großen Maßstab umgesetzt werden kann. Aufbauend auf diesem Modell werden wir klinische Studien weiter ausbauen, die Zusammenarbeit zwischen Institutionen stärken, so dass Patienten direkt von innovativer Forschung und fortschrittlicher Versorgung profitieren können“, sagte Prof. Dr. Christof von Kalle, Direktor der Luxembourg Research Clinic.