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Hohe Zeckenzahlen in ländlichen und vorstädtischen Gebieten im Vergleich zu Stadtparks

09 April 2026 2minuten

Zecken sind ein häufiges Ärgernis für Menschen, die sich im Freien aufhalten, da ihre Stiche reizend und unangenehm sein können. Neben dem Unbehagen können sie Krankheiten wie die Lyme-Borreliose übertragen oder eine Allergie gegen rotes Fleisch auslösen. Zecken stellen auch ein Risiko für Haustiere und Nutztiere dar und beeinträchtigen deren Gesundheit und Wohlbefinden.

Um ein besseres Verständnis der Prävalenz und Häufigkeit von Zecken im Jahresverlauf zu gewinnen, wurde in Luxemburg im Rahmen des von der EU kofinanzierten Projekts OH4Surveillance (2024–2026) ein Zeckenmonitoring eingeführt. Die landesweite Studie wurde so konzipiert, dass die Zeckendichte und -aktivität in verschiedenen, von der Öffentlichkeit häufig besuchten Gebieten des Landes, untersucht werden.

Von April bis November 2025 sammelte das Team «Klinische und Angewandte Virologie» am LIH etwa 4.500 Zecken in 41 ländlichen, vorstädtischen und städtischen Gebieten in ganz Luxemburg mithilfe eines über die Vegetation gezogenen Handtuchs. Die häufigste Zeckenart, die 99 % der Proben ausmachte, war Ixodes ricinus, der Überträger der Lyme-Borreliose und anderer Krankheiten. Die höchsten Zeckenzahlen wurden im April und Mai festgestellt und die Aktivität hielt bis in den November an. Die am dichtesten besiedelten Gebiete waren ländlich oder vorstädtisch, während in städtischen Umgebungen (Stadtparks) nur wenige oder keine Zecken gesammelt wurden. An den meisten Standorten war die Verteilung der Zecken heterogen, wobei die höchsten Zahlen in der Nähe von Sträuchern und Waldrändern gefunden wurden.

Etwa 17 % der Zecken waren mit Borrelia burgdorferi s.l. infiziert, das die Erreger der Lyme-Borreliose umfasst, und derzeit werden diese Proben auf Genospezies-Ebene charakterisiert, um die Prävalenz pathogener Borrelia-Arten zu bewerten.

Haftungsausschluss
Diese Aktivität wird durch eine Kofinanzierung des EU4Health-Programms der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101132473 OH4Surveillance unterstützt.
Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen nicht notwendigerweise denen der Europäischen Union oder von HaDEA. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

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Judith
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