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Weiterentwicklung der nationalen Daten zur Nahrungsaufnahme sowie der chemischen und ernährungsbezogenen Risikobewertung in Luxemburg

Start des vom LIH geleiteten Pilotprojekts „LuxFoods“  

18 Mai 2026 3minuten

Das im April 2026 gestartete „LuxFoods“ ist ein dreijähriges Pilotprojekt, dessen Ziel es ist, eine standardisierte Methodik für die Durchführung einer nationalen Erhebung zur Nahrungsaufnahme bei Erwachsenen in Luxemburg zu entwickeln und zu testen, die den von der EFSA empfohlenen Methoden entspricht. Das Projekt wird von den Forschungsgruppen „NutriHealth“ und „Public Health Expertise“ der Abteilung für Präzisionsgesundheit (DoPH) des LIH geleitet, vom luxemburgischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau finanziert und von der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA)  unterstützt, in Zusammenarbeit mit dem belgischen Partner Sciensano und der Universität Cambridge.


Zuverlässige und fundierte Informationen zum Lebensmittelkonsum sind unerlässlich, um Ernährungsgewohnheiten zu verstehen, Ernährungsrisiken zu bewerten und evidenzbasierte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zu unterstützen. „Derzeit fehlen in Luxemburg jedoch harmonisierte und repräsentative nationale Daten zum Lebensmittelkonsum. Das LuxFoods-Projekt zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem eine Methodik zur Erhebung von Daten zur Nahrungsaufnahme entwickelt und getestet wird, die den Standards der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entspricht“, erklärt Dr. Farhad Vahid, Wissenschaftler in der NutriHealth-Gruppe.

Im Rahmen dieser Pilotstudie werden die Forscher die Machbarkeit der Erhebung detaillierter Ernährungsdaten bei in Luxemburg lebenden Erwachsenen unter Verwendung der von der EFSA empfohlenen Methodik bewerten. Die Teilnehmer werden mehrere 24-Stunden-Ernährungsprotokolle zusammen mit einem Fragebogen zur Nahrungsneigung (FPQ) ausfüllen, was die Bewertung repräsentativer gewohnheitsmäßiger Ernährungsmuster ermöglicht.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Anpassung der digitalen Ernährungserfassungsplattform Intake24 an den mehrsprachigen und multikulturellen Kontext Luxemburgs. Das von Forschern der University of Newcastle entwickelte und derzeit von der University of Cambridge gehostete Tool ermöglicht eine detaillierte Erfassung der in den vergangenen Tagen konsumierten Speisen und Getränke und wird an den luxemburgischen Kontext angepasst, um lokale Lebensmittel und Rezepte einzubeziehen. Dabei werden lokale und multikulturelle Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt, was dazu beiträgt, dass die Ernährungsberichte sowohl genau als auch für die Teilnehmer leicht zugänglich sind. Ein separates Tool wird getestet, um selten konsumierte Lebensmittel zu erfassen.

Über die Daten zur Nahrungsaufnahme hinaus ist im Rahmen des Pilotprojekts auch die Erfassung anthropometrischer Messwerte wie Größe, Gewicht und Blutdruck sowie die Entnahme von Blut- und Urinproben vorgesehen, um ergänzende Einblicke in den Ernährungs- und Gesundheitszustand der Teilnehmer zu gewinnen. Die Studie wird zudem Rekrutierungsstrategien, die Einbindung der Teilnehmer sowie die Gesamtqualität und Nutzbarkeit der gesammelten Daten bewerten. Durch die Erprobung sowohl des methodischen Rahmens als auch der operativen Aspekte der Erhebung von Ernährungsdaten wird LuxFoods praktische Erkenntnisse und Empfehlungen generieren, die in die Gestaltung der künftigen landesweiten repräsentativen Ernährungserhebung in Luxemburg einfließen sollen.

Letztendlich wird das Projekt die Entwicklung einer soliden Evidenzbasis unterstützen, die als Leitfaden für die Ernährungsforschung, Bewertungen der Lebensmittelsicherheit und die Gesundheitspolitik im Land dient

fasst Dr. Torsten Bohn, Leiter der NutriHealth-Gruppe, zusammen.

Scientific Contact

  • Farhad
    Vahid
    Postdoctoral Fellow, NutriHealth

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  • Torsten
    Bohn
    Group Leader, NutriHealth

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