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Patienteninklusive Forschung beleuchtet die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Brustkrebs

Eine neue Studie des LIH konzentriert sich auf Frauen, die nach einer Brustkrebserkrankung an den Arbeitsplatz zurückkehren, und markiert einen Meilenstein in der wissenschaftlichen Autorenschaft in Partnerschaft mit Patientinnen

09 Februar 2026 3minuten

Ein multidisziplinäres Team des Luxembourg Institute of Health (LIH) hat einen neuen Artikel in BMC Women’s Health veröffentlicht, der die sozioökonomischen und klinischen Faktoren untersucht, die mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer Brustkrebsdiagnose verbunden sind. Die Studie ist eine Zusammenarbeit zwischen dem LIH, dem Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER), dem Service de santé au travail multisectoriel (STM) sowie Patientenpartnerinnen im Rahmen der Patient and Public Involvement (PPI) Initiative des LIH.


Der Artikel mit dem Titel Returning to work after breast cancer diagnosis: a cross-sectional study of socioeconomic and clinical factors associated with return to work in Luxembourg präsentiert Ergebnisse einer Querschnittsanalyse zu den Erfahrungen von Frauen bei der beruflichen Wiedereingliederung nach einer Brustkrebsdiagnose. Die RELIANCE Pilotstudie identifiziert zentrale soziodemografische und klinische Determinanten, die den Wiedereinstieg in den Beruf beeinflussen, und liefert Evidenz zur Unterstützung der arbeitsmedizinischen Praxis und der Politikentwicklung in Luxemburg.

Diese Veröffentlichung, die im Rahmen des zweiten National Cancer Plan durchgeführt wurde, analysierte patientenberichtete Daten, die mithilfe eines neu entwickelten digitalen Fragebogens erhoben wurden, der gemeinsam mit zwei Patientenpartnerinnen aus der PPI Initiative des LIH konzipiert und getestet wurde. Der Fragebogen wurde an Frauen im erwerbsfähigen Alter verteilt, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde, die dem STM angehörten und zum Zeitpunkt der Diagnose in Luxemburg beschäftigt waren.

Bei einer Rücklaufquote von 39 % lag die Gesamtquote der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Erstbehandlung und dem ersten Besuch beim STM bei 83 % und stieg bei Frauen mit höherem Bildungsniveau auf 93 %. Die Arbeitsfähigkeit vor der Brustkrebsdiagnose erwies sich als signifikanter positiver Prädiktor für die Arbeitszufriedenheit nach der Erkrankung und untermauert die Evidenz, dass der Erhalt eines starken Empfindens von Arbeitsfähigkeit entscheidend für günstige langfristige Beschäftigungsergebnisse ist.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Genesung und der sozialen Wiedereingliederung. Forschung mit Patientinnen, für Patientinnen, ist essenziell. Diese erste Erfolgsgeschichte patientenpartnerschaftlicher Forschung am LIH wird zukünftige umfassende Krebsforschung unterstützen und zu einer erfolgreichen Rückkehr an den Arbeitsplatz beitragen,

sagte Dr. Claudine Backes, Leiterin des Teams Cancer Epidemiology and Prevention am LIH und Seniorautorin der Studie.

Ein zentraler und innovativer Aspekt der Studie ist die formale Anerkennung der Patientenpartnerinnen als Koautorinnen, womit ihre wesentlichen Beiträge zur Studienkonzeption, zur Interpretation der Ergebnisse und zur Verbreitung gewürdigt werden. Dieser Ansatz spiegelt ein wachsendes Engagement für eine sinnvolle Einbindung von Patientinnen in die Gesundheitsforschung wider.

Weitere Studien werden durchgeführt, indem diese Daten mit Krebsregisterdaten verknüpft werden. Die Autorinnen und Autoren kommen zu dem Schluss, dass Arbeitsplatzanpassungen, arbeitsmedizinische Unterstützung sowie Maßnahmen, die sozioökonomische Ungleichheiten adressieren, unerlässlich sind, um sicherzustellen, dass alle von Brustkrebs betroffenen Frauen gleiche Chancen haben, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren.

Scientific Contact

  • Claudine
    Backes
    Group Leader

    Cancer Epidemiology and Prevention

    Contact

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