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Leiterin des Qualitätsmanagements am LIH anlässlich des Weltnormentags in Luxemburg ausgezeichnet

Dr. Lehmann zur „Nationalen Delegierten für Normung 2026“ in Luxemburg ernannt

14 Oktober 2026 3minuten

Dr. Sabine Lehmann, Leiterin des Qualitätsmanagements am Luxembourg Institute of Health (LIH), wurde vom luxemburgischen Normungsinstitut ILNAS (Institut luxembourgeois de la normalisation, de l’accréditation, de la sécurité et qualité des produits et services) für ihr langjähriges Engagement für Normung und Qualität in der biomedizinischen Forschung als „Nationale Delegierte für Normung 2026“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde ihr am 13. Oktober 2026 im Rahmen der allgemeinen Konferenz zum Weltnormentag in der Chambre des Métiers verliehen.

Mit dieser Auszeichnung wird Dr. Lehmanns mehr als drei Jahrzehnte umfassendes Engagement im Qualitätsmanagement und in der internationalen Normung gewürdigt. Die promovierte Chemikerin erwarb ihren Doktortitel an der Freien Universität Berlin und begann ihre Tätigkeit in der Qualitätssicherung in Deutschland. Dort wirkte sie 1992 an der erstmaligen ISO-9001-Zertifizierung von BRAHMS Diagnostica mit.

Nach ihrem Wechsel nach Luxemburg im Jahr 2010 übernahm Dr. Lehmann die Verantwortung für das Qualitätsmanagement bei der Integrated Biobank of Luxembourg (IBBL). Dort implementierte sie ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 und ISO 17025, das 2014 zur Zertifizierung beziehungsweise 2016 zur Akkreditierung führte. Ihre Expertise floss zudem unmittelbar in die Entwicklung internationaler Normen ein. Dr. Lehmann vertritt Luxemburg als technische Expertin in ISO-Normungsgremien und war als Co-Projektleiterin maßgeblich an der Entwicklung der ISO 20387 beteiligt, der internationalen Norm, die allgemeine Anforderungen an Biobanken festlegt. Derzeit ist sie im Gremium ISO/TC 276/WG 2 als Co-Projektleiterin an der Überarbeitung der ISO 20387:2018 beteiligt.

Die Auszeichnung von Dr. Lehmann unterstreicht zugleich den hohen Stellenwert, den das LIH Qualität und Normung als wesentlichen Grundlagen exzellenter biomedizinischer Forschung beimisst. Am LIH ist Qualität fest in der Forschungspraxis verankert – von wissenschaftlicher Integrität und Ethik über Gesundheit und Sicherheit bis hin zu Risikomanagement und operativer Exzellenz. Mit seinem integrierten Qualitätsmanagementsystem (iQMS) führt das Institut diese Bereiche zusammen, um robuste und verlässliche Forschungsprozesse zu unterstützen.

Qualität und Normung sind kein Selbstzweck. Normen schaffen Vertrauen in die Wissenschaft. Indem sie anerkannte Rahmenbedingungen für den Umgang mit Proben, die Erhebung von Daten und die Steuerung von Prozessen vorgeben, tragen sie dazu bei, dass Forschungsergebnisse zuverlässig, reproduzierbar und vertrauenswürdig sind

erklärt Dr. Lehmann.

Dies ist insbesondere in der translationalen Forschung von Bedeutung, in der robuste und standardisierte Prozesse entscheidend sind, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die klinische Anwendung zu überführen und letztlich einen spürbaren Nutzen für Patientinnen und Patienten zu erzielen.

„Ich bin dem ILNAS für diese Anerkennung sehr dankbar, denn sie würdigt auch den Beitrag eines ganzen Expertenteams, das internationale Normen mitgestaltet und zugleich dafür sorgt, dass Qualität im Mittelpunkt der biomedizinischen Forschung steht“, so Dr. Lehmann abschließend.

Scientific Contact

  • Sabine
    Lehmann
    Head of Quality Management

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