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WISH-Projektbericht veröffentlicht

Ein neuer Bericht aus dem partizipativen Forschungsprojekt „WISH“ liefert Einblicke in die Gesundheit und die Arbeitsbedingungen von Frauen im Luxemburger Reinigungssektor und untersucht partizipative Ansätze zur Gestaltung von Maßnahmen am Arbeitsplatz.
Der Bericht des WISH-Projekts (Engaging Women in Luxembourg’s Cleaning Sector: Co-Designing Health Solutions) wurde kürzlich veröffentlicht und beleuchtet die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsumfeld sowie die gesundheitlichen Herausforderungen von weiblichen Reinigungskräften in Luxemburg. Die Studie wurde von Dr. Valerie Moran geleitet, Forscherin der Forschungsgruppe Socio-Economic & Environmental Health & Health Services (CARES), einer gemeinsamen Initiative des Luxembourg Institute of Health (LIH) und des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER). Mitautorinnen des Berichts sind Carole Blond-Hanten, Forscherin in der Abteilung Arbeitsmarkt des LISER, sowie Dr. Maria Ruiz-Castell (Leiterin der CARES-Gruppe) aus dem Department of Precision Health (DoPH) des LIH.
Arbeit und Beschäftigung spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen. Die Bedeutung des psychosozialen Arbeitsumfelds – einschließlich Arbeitsorganisation, zwischenmenschlicher Beziehungen und Arbeitsanforderungen – sowie dessen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden wird zunehmend anerkannt. In Luxemburg hat sich der Reinigungssektor zwar stark entwickelt und nimmt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft ein, gleichzeitig berichten Beschäftigte jedoch über verschiedene Probleme im Zusammenhang mit ihrem Arbeitsumfeld und ihrer Gesundheit.
Um diese Herausforderungen besser zu verstehen und mögliche Lösungen zu identifizieren, verfolgte das Forschungsteam einen partizipativen Forschungsansatz. Dabei wurden Fachleute durch Interviews und Reinigungskräfte mithilfe der „World-Café“-Methode eingebunden. Dieses kollaborative Format schuf Raum für offenen Dialog und Austausch und ermöglichte es den Teilnehmerinnen, ihre Erfahrungen und Sichtweisen einzubringen sowie gemeinsam Prioritäten zur Verbesserung des psychosozialen Arbeitsumfelds, der Gesundheit und des Wohlbefindens im Sektor festzulegen.
Die Ergebnisse heben wichtige Aspekte des psychosozialen Arbeitsumfelds weiblicher Reinigungskräfte hervor, darunter die Organisationskultur, Arbeitsbelastung und Arbeitstempo, Arbeitszeiten, Arbeitsumgebung und Ausstattung, zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz, berufliche Identität und Karriereentwicklung sowie gesundheitliche Auswirkungen (körperliche und psychische Gesundheit sowie Stress) und organisatorische Folgen (krankheitsbedingte Fehlzeiten).
Diese Arbeit wurde durch eine Anschubfinanzierung des Kompetenzzentrums EXperimental and PARticipatory Research (ccEXPAR) am LISER ermöglicht. Das Projekt profitierte von der Unterstützung der Chambre des Salariés Luxembourg und erhielt wertvolle Rückmeldungen zu den Ergebnissen von der Fédération des Entreprises de Nettoyage (FEN) sowie dem OGBL.
Indem die Stimmen der Arbeitnehmerinnen in den Mittelpunkt des Forschungsprozesses gestellt werden, trägt das WISH-Projekt zu einem tieferen Verständnis des psychosozialen Arbeitsumfelds, der Gesundheit und des Wohlbefindens weiblicher Reinigungskräfte in Luxemburg bei und unterstreicht die Bedeutung partizipativer Ansätze für die Entwicklung inklusiver und nachhaltiger Maßnahmen am Arbeitsplatz
fasst Dr. Moran zusammen.
Der vollständige Bericht des WISH-Projekts ist hier verfügbar.
Die dazugehörige vom LISER veröffentlichte Policy Brief ist hier abrufbar.