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Frühzeitige saisonale Entdeckung des Usutu-Virus im April 2026

20 Mai 2026 2minuten

Das Usutu-Virus ist ein Flavivirus, das eng mit dem West-Nil-Virus verwandt ist. Es wird hauptsächlich durch Culex-Mücken zwischen Wildvögeln übertragen, gelegentlich jedoch auch auf den Menschen. Das Virus wurde erstmals im Jahr 2020 in Luxemburg nachgewiesen. Nach einer Intensivierung der Überwachungsmaßnahmen wurde das Usutu-Virus in den Sommern und im frühen Herbst 2024 und 2025 erneut nachgewiesen, was mit einer erhöhten Vektoraktivität zusammenfiel.

Interessanterweise wurde der erste Usutu-Virus-Fall für das Jahr 2026 bereits Ende April bei einer Amsel festgestellt. Dies ist der früheste saisonale Nachweis des Virus in Luxemburg. Für die laufende Saison deutet dies auf einen früheren und möglicherweise intensiveren Übertragungszyklus hin. Es unterstreicht zudem, dass die Überwachung vektorübertragener Krankheiten über längere Zeiträume – wenn nicht sogar ganzjährig – durchgeführt werden sollte, um Verzerrungen zu vermeiden und eine frühzeitige Warnung zu ermöglichen.

Danksagung

Die Überwachung des Usutu-Virus wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau finanziert und in Zusammenarbeit mit der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA), dem Centre de Soins pour la Faune Sauvage in Düdelingen, dem Parc Merveilleux und der Naturverwaltung durchgeführt.

Scientific Contact

  • Chantal
    Snoeck
    Scientist, Clinical & Applied Virology

    Contact

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