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Wissenschaftler des LIH werden durch die Großzügigkeit der luxemburgischen Rotary Clubs unterstützt

Am 10. März fand die erste Abendkonferenz „Espoir en tête“ statt, die von der Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Institute of Health (LIH) auf Initiative der Rotary Clubs Luxemburgs organisiert wurde. Diese wissenschaftliche und gesellige Veranstaltung bot Gelegenheit, über Hirnerkrankungen, insbesondere neurodegenerative Erkrankungen, zu diskutieren, die von „Espoir en tête“ unterstützten Projekte vorzustellen und die entscheidende Rolle philanthropischer Initiativen für den Fortschritt der Forschung hervorzuheben.
Neurodegenerative Erkrankungen stellen eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. In Luxemburg leben über 9.000 Menschen mit Alzheimer und mehr als 3.000 mit Parkinson. Während diese Zahlen weiter steigen, eröffnen Fortschritte in der biomedizinischen Forschung neue Perspektiven für Prävention, frühzeitige Diagnose und verbesserte Behandlungen.
Auf Initiative der luxemburgischen Rotary Clubs lädt Espoir en tête die Öffentlichkeit zur Premiere eines großen Films ein, wobei die Hälfte der Einnahmen aus dem Ticketverkauf zur Unterstützung innovativer Forschungsprojekte zu Neurodegeneration, Hirntumoren und anderen Hirnerkrankungen gespendet wird. Diese Mittel dienen oft als Startkapital für innovative Ideen und ermöglichen es jungen Forschern, Pilot- oder Explorationsstudien zu starten, die später größere nationale oder internationale Fördermittel einwerben können.
Prof. Rejko Krüger (LIH, LCSB, CHL) gehört zu den Empfängern der Förderung im Rahmen der Ausgabe 2025 für sein gemeinsames Projekt mit dem LCSB-Forscher Iñigo Yoldi Bergua über die Parkinson-Krankheit und Patienten mit hohen genetischen Risikofaktoren. „Die Unterstützung von Espoir en Tête hilft uns, wissenschaftliche Entdeckungen in konkrete Fortschritte für Menschen mit Parkinson-Krankheit umzusetzen. Unser Projekt identifiziert „genetische Fingerabdrücke“, die es uns ermöglichen, Parkinson-Patienten in Untergruppen mit einer gemeinsamen molekularen Ursache einzuteilen – ein wichtiger Schritt hin zu gezielten Behandlungen, die den Verlauf der Krankheit verändern“, erklärt Prof. Krüger. Das Projekt umfasst auch eine Zusammenarbeit mit Dr. Gunnar Dittmar, Leiter der Gruppe „Proteomics of Cellular Signaling“ am LIH.
Als Leiter des „Programme for Dementia Prevention” (pdp), das vom Centre Hospitalier du Luxembourg (CHL) in Zusammenarbeit mit dem LIH koordiniert wird, stellte Prof. Krüger auch die zahlreichen Risikofaktoren für neurodegenerative Erkrankungen vor und zeigte auf, dass durch die Bekämpfung von 14 dieser Faktoren 45 % der Demenzfälle weltweit verzögert und verhindert werden könnten, was belegt, dass Präventionsstrategien neben der biomedizinischen Forschung eine wichtige Rolle spielen können. Die Konferenz endete mit einer Podiumsdiskussion, an der Vertreter mehrerer luxemburgischer Institutionen teilnahmen, die sich mit Hirnerkrankungen befassen. Unter ihnen waren Dr. Frank Glod, stellvertretender Direktor des LIH, und Dr. Sabrina Fritah, Leiterin der Gruppe „Cancer RNAs and Epigenetic Group” am LIH. Dr. Fritah berichtete, wie die Förderung durch Espoir en tête eine entscheidende Rolle in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn gespielt hat.
Die Unterstützung von Espoir en tête war entscheidend für meine berufliche Entwicklung. Dank dieser Förderung konnte ich vorläufige Ergebnisse erzielen, die es mir ermöglichten, ein Télévie-Stipendium zu erhalten, einem europäischen Forschungsnetzwerk beizutreten und nun meine eigene Forschungsgruppe zu leiten
sagt sie.
„Die Forschung wird immer ambitionierter und komplexer und erfordert oft die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen sowie zwischen Klinikern, Forschern und Patienten. Die Unterstützung von Rotary hilft uns, die Wirkung unserer Kooperationsprojekte zu maximieren“, erklärt Dr. Glod. „Um diese Vision der Zusammenarbeit zu verwirklichen, schließen sich das LIH, die Universität und alle vier nationalen Krankenhäuser nun zusammen, um die Luxembourg Research Clinic zu gründen, eine Initiative, die die klinische und translationale Forschung erheblich erleichtern wird.“
Mit Blick auf die Zukunft wird Ende März die Ausschreibung für Projekte im Rahmen von „Espoir en tête“ 2026 veröffentlicht, wobei die Premiere des Animationsfilms „Allez Hëpp Hopp Hopp!“ für Sonntag, den 19. April, geplant ist. Das anhaltende Engagement der Rotary Clubs in Luxemburg wird Forscher weiterhin in ihrer Mission unterstützen, Hirnerkrankungen besser zu verstehen und die nächste Generation von Behandlungsmethoden zu entwickeln.





